Montag, 10. September 2012

zu Hause angekommen...

So Jetzt bin ich schon fast 2 Wochen zurück in Deutschland und mir fehlt einfach alles...
Die Kinder die angerannt kamen um mich zu umarmen, die netten Leute um mich herum, das Land, das Temperament, das Essen, die Umgebung,....

Die letzten Wochen dort waren echt traurig. Bei der Abschiedsfeier haben mehrere geweint, sie haben mir alle etwas vorgesungen, ein Theaterstück vorgeführt und es gab zu Essen und Trinken. Auch Abschiedsgeschenke habe ich bekommen...

Jetzt werde ich im Oktober mein Studium beginnen mein Studiengang heißt:
Frühkindliche Bildung und Erziehung
ich freue mich schon darauf.

Ich wollte mich nocheinmal herzlich bei allen bedanken die mir dieses unvergessliche Jahr ermöglicht haben... Ich hatte natürlich auch psychische Belastungen, da man es tagtäglich mit Gewalt zu tun hatte, entweder unter den Kindern, in Erzählungen der Kinder oder die Schiessereien die man aus dem Armenviertel nebenan gehört hat. Ich habe vieles gehört was ich irgendwie verarbeiten musste und immernoch muss, da ich es nur aus Filmen oder Dokumentationen kannte.
Die Lebensrealität dieser Kinder ist echt hart und ich habe vieles dazugelernt...
Ich freue mich schon auf mein Rückkehrseminar, auf die Erlebnisse der anderen und über die Gemeinschaft mit den anderen Weltwärtsfreiwilligen.
  
Ich bedanke mich bei meinem Papa der regelmäßig gespendet hat, bei der Familie, Freunde,...
Danke für eure Unterstützung! Gottes Segen!!!!

Falls jemand immernoch mithelfen will, kann er immernoch gerne spenden, da ich immernoch nicht alles zusammenbekommen habe...

Liebe Grüße aus Stuttgart eure Luciana


noch ein paar Bilder...




























Freitag, 10. August 2012

noch 19 Tage...

Ich kann es nicht glauben dass ein Jahr schon so schnell vergangen ist... Nur noch 2 Wochen und 5 Tage, dann bin ich weg aus dem sonnigen Rio Grande do Sul :( Die ganzen Kinder, die lieben Menschen die ich kennen gelernt habe, die Strassenhunde, die Schuesse aus der Favela nebenan, das gute Essen, die vollen Busse mit dem Drehkreuz (Die Kinder die ueber das Drehkreuz steigen oder unten drunter robben um kein Ticket zu zahlen), die lockere und freundliche Art, einfach alles werde ich so vermissen!!!!!!!!!

Ich bin schon am Kleidung vergeben, am Abschiedsgeschenke verteilen, Abschiedstreffen organisieren, .....

Es sind wieder 4 neue Kinder ins Heim gekommen, die auch an mir haengen und nicht wollen dass ich gehe...
Der eine Jugendliche hat mir erzaehlt dass er in der Schule gesagt hat dass er sich wuenscht dass ich in Brasilien bleibe... Der andere hat gesagt dass er mich nicht gehen laesst... Ich hoer jeden Tag: ``Warum musst du gehen?`` ``Bring deine Mutter doch hier her!`` `` Wann gehst du nach Deutschland?´´
Ich haeng so an den Kindern an den Leuten hier und es faellt mir alles echt schwer...

Freitag, 27. Juli 2012

In 32 Tagen geht meine Rueckreise los...

Es dauert nicht mehr lang, dann muss ich wieder mit meinem 2 Koffern und meinem Wanderrucksack losziehn... Ich werde mit dem Auto bis nach Porto Alegre gebracht (2 std Autofahrt) Dort muss ich dann einchecken und um 20Uhr geht dann mein Flug. Ich werde ca. 11 Stunden bis nach Lissabon fliegen, dort warte ich dann 3 Stunden bis ich in den naechsten Flieger steigen kann der mich bis Frankfurt bringt. Dort werde ich dann von meiner Mutter schon sehnlichst erwartet. Und dann nochmal Zugfahren bis nach Stuttgart... D.h. eine Reise die ca. 24 Std dauern wird.

Meine letzte Zeit hier nutze ich um so viel wie moeglich mit den Kindern zu machen.
Die aelteren gehen mit mir in die Stadt, ins Shoppingcenter, ins Internetcafe,... (Wenn ich weg bin werden das viele von denen nicht mehr tun, da sie gerne Dinge mit mir unternehmen, alleine bleiben sie lieber daheim)
Mit den Kleineren spiel ich zur Zeit Memorie, Uno, Pantomime, ...
Diese Woche hatten alle Ferien also hab ich noch viel mehr mit ihnen gespielt.
Gestern waren wir wieder im Spiele und Computerraum. Es ist stressig da zur Zeit die Anzahl der Jungs ueberwiegt und dass die auf einen hoeren muss man manchmal echt die Stimme lauter stellen, was ich nicht genrne mache, aber waehrend dieses Jahr musste ich so etwas einfach lernen. Strenger sein, lauter sein, Regeln setzen, passende Strafen geben ... Fuer ein paar Tage war wieder ein neues Kleinkind hier, es wurde aber schon Gott sei Dank von einer Tante aufgenommen. Ich kenne sie sogar, sie ist von der Favela nebenan und hat schon 4 Kinder aber ich weiss dass sie gut fuer ihn sorgen wird.

An meinen letzten Wochenenden werde ich mich von Freunden verabschieden und ehemalige Kinderheim kinder besuchen, die in der Naehe wohnen. Heute habe ich ein ehemaliges Kinderheimkind in der Stadt getroffen und wir haben ausgemacht dass wir uns bald wieder treffen und unsere E-mail und Facebook adressen austauschen (Ich weiss aber nicht wie wir kommunizieren werden weil er kann nicht lesen und nciht schreiben, wahrscheinlich nimmt er immer jmd mit der ihm alles vorliest im internetcafe)

Das Internet hier im Kinderheim ist ziemlich schlecht deshalb kann ich keine Bilder mehr hochladen.
Fuer die, die Bilder wollen schaut entweder in meinen Facebook alben `` Luciana Lopes ´´ oder schreibt mir eine Mail ´´ Luciana_lopes@hotmail.de´´und ich versuch Bilder per Mail zu senden, oder ihr wartet bis ich wieder in Deutschland bin und supergutes Internet hab, denn dann lad ich mehrere Bilder hoch...

Danke fuer alle Spenden und ihr koennt mir weiterhin gerne Spenden, da mein Spendenstand leider noch nicht das Ziel erreicht hat...

Schaut einfach hier auf meiner Blog seite links ein bisschen weiter oben,
da steht die Adresse genau wohin ihr spenden koennt,
das geht dann an meine Entsendeorganisation die mich hier in Suedbrasilien unterstuetzt.

Liebste Gruesse
eure Luciana

Mittwoch, 11. Juli 2012

noch 48 Tage...

Es dauert nicht mehr lange bis ich wieder zurueck fliegen muss...
Letzte Woche gab es eine Feier hier im Kinderheim, es gab Popcorn, Kuchen, Hot dogs, Apfeltee, heisser Traubensaft, ...
Die Kinder haben sich alle gefreut. Ein 11 jaehriges Maedchen hat mir erzaehlt dass ihr Vater (der letztes Jahr in der Favela nebenan erschossen wurde ) schonmal in den Ruecken ihrer Mutter geschossen hat.
`Deshalb hat meine Mama ein Loch im Ruecken.` hat sie mir ganz normal erzaehlt. Was ich auch letztens von einem kleinen 6 jaehrigen gehoert habe `Als es Streit zuhause gab, gab es oft Schuesse und ich hab mich immer versteckt` Oder es gibt auch ein oder zwei mal im Monat Stromausfaelle im Kinderheim. Einmal waren die Kinder gerade dabei sich zu duschen (immer vor dem Abendessen) und dann war aufeinmal alles dunkel und die Kinder haben geschrien. Der kleine unter der kalten Dusche: `Hilfe, Hilfe ich sterbeee...`
Die anderen kleinen rennen umher und schlagen sich die Koepfe an die Wand... Die Sozialmutter versucht alle zu beruhigen.. nach ein paar Minuten ist der Strom wieder da und alle freuen sich...
Ich bin sehr aufgeregt jetztin meiner letzten Phase hier... Ich bin natuerlich sehr gluecklich bad wieder nach hause zukommen, meine Mama wieder zu sehen, meinen Bruder wieder zu umarmen und alle Freunde und Bekannte wieder zu treffen und meine Erfahrungen zu erzaehlen... Aber natuerlich werde ich auch hier alles sehr vermissen, ich habe michso gut angepasst und mir ahtes super gut gefallen was es mir richitg schwer macht abschied von hier zu nehmen... Aber ich wusste dass es nicht fuer immer ist und trotzdem weiss ich das es schwierig wird... Ich wurde eingeladen eine ehemalige aus dem Heim zu besuchen, sie wird eine kleine Feier machen, da sie im siebten monat schwanger ist...Ich freue mich schon sie zu sehen...

Weiterhin danke fuer die Spenden!!

Liebste Gruesse
Luciana

Samstag, 23. Juni 2012

langsam vorbereiten auf Deutschland...

Heute bin ich bei einer Freundin die für ein Semester in Deutschland studieren wird.
Sie studiert hier Portugiesisch, Literatur und Englisch und wird in Tübingen Deutsch und Englisch studieren.

Gestern ist etwas passiert dass ich noch nie erlebt habe un deuch erzählen möchte.
Ein 13 jähriger Junge aus dem Kinderheim ist während der Besprechung der Mitarbeiter in das Büro gegangen und hat ein Laptop und eine Playstation2 geklaut...
Ich sollte den Rucksack mit den geklauten Sachen finden, da ich die Verstecke der Kinder im Gebüsch kenne... Als ich am Suchen war habe ich den Jungen gefunden, der mit nassen Klamotten rumlief und gesagt hat dass er ein Feuerzeug versteckt hat... Also bin ich ohne es bemerkbar zu machen zuerst zu den Mandarinen und Zitronenbäumen gelaufen, damit er nicht denkt dass ich ihn spioniert habe und dann schnell zur Direktorin und hab ihr erzählt dass ich ihn getroffen habe.
Sie hat die Polizei gerufen und als sie kamen kannten sie ihn schon...
Ach der schon wieder, der hat letztes mal die Waffe von seinem Bruder geklaut...

Dieses Wochenende konnte ich mich mit meiner Freundin treffen, weil die meisten Kinder aus dem Heim, bei Freunden sind. Einer ist bei seiner Oma, die andere bei Freunden, andere bei Tanten,...

Liebe Grüße und bis bald!



Donnerstag, 14. Juni 2012

nur noch ein paar Monate...

Schon Mitte Juni, ich hatte im Mai meine Ferien in denen ich mich gut entspannen konnte, habe 30 Tage bei meiner Tante in Rio de Janeiro verbracht, habe Familie und Freunde besucht und mich ausgeruht und entspannt von dem Kinderstress im Kinderheim... Das hat mir so gut getan einfach eine laengere Zeit weg vom Projekt zu sein. Jetzt bin ich schon wieder 2 Wochen im Kinderheim und gewoehne mich so allmaehlich wieder an den stressigen Alltag... Heute war ich um 6Uhr schon wach, da ich mit einem Jugendlichen zur Blutabnahme musste, Urintests abegeben musste, den 2 jaehrigen zur Impfung bringen musste um ihn dann in den Kindergarten zu bringen... Dann habe ich der 9jaehrigen bei den Hausis geholfen und ein bisschen mit zwei Jungs `Finde die 10 Fehler` gespielt... Jetzt sitz ich hier im Buero beantworte meine 15 Mails und schreibe euch, die ihr mein Blog regelmaessig lest, damit ihr auch bescheid wisst... Also mir gehts gut, den Kindern gehts gut, Neuigkeiten sind:
-Die 17 jaehrige wohtn nicht mehr im Kinderhiem ist schon im 6ten Monat schwanger und hat mich zum `Chá de bébé` eingeladen (Babyfeier um Geschenke zu bekommen :)
-Naechste Woche geht ein 17 jaehriger zurueck zu seiner Mutter, sein 18 jaehriger Bruder wird noch dieses :Jahr heiraten, er war auch sehr lange im Kinderheim und zieht bald zu seiner zukuenftigen Frau.
-Im Juli gehen die 3 Maedchen zureuck zur Mutter (die schon 12 jahre auf ihre Kinder wartet und weg von den Drogen gekommen ist)
-Das Baby wir wahrscheinlich heute adoptiert (ist jetzt schon 3 monate alt)
-Das Kleinkind geht wahrscheinlich wieder zurueck zu seiner Mama mit seinem 8 jaehrigen Bruder,
der oft von den Kindern im Heim geschlagen wird.

Ja was ist sonst noch so passiert?
Ich war etwa mit 10 Kindern bei der Grippeimpfung, ich musste gestern Eisbeutel machen und mich um eine Beule an einem 9 jaehrigen Jungen kuemmern, da die Erzieherinnen bei der Psychologin waren und ein Junge mit einer Tasse einen anderen an den Kopf gehauen hat...
Ich hab mich um das 3 monate alte Baby gekuemmert, die Windel gewechselt, Flaeschchen gemacht und
fruehstueck fuer den 2 jaehrigen Sohn der Erzieherin gemacht... 

Es ist letzte Woche richitg kalt gewesen, ich musste sogar meine Winterjacke auspacken,
diese Woche ist es Gott sei Dank wieder waermer, ich konnte mit flipflops rumlaufen  :)
Jetzt geh ich Mittagessen... Bis bald
Liebe Gruesse aus Brasilieeeeen


Freitag, 4. Mai 2012

weltwärts

http://www.weltwaerts.de/ueber_weltwaerts/idee_hintergrund.html
http://www.weltwaerts-foyer-fn.de/wff/index.php/weltwaerts-unterstuetzen.59.html

Wer sich gefragt hat wie ich es geschafft habe mein Freiwilligendienst zu finanzieren...

und die mir spenden wollen... Sehr gerne! :)

Sonntag, 29. April 2012

Was ich diesen Monat so alles gemacht habe...

Ich durfte mal wieder mit ein paar Kindern zum Friseur,
ich habe letzte Woche drei Kinder zum Gesundheitsposten gebracht um Bluttests zu machen,
ich habe einen Spielenachmittag geplant, vorbereitet und mitgeholfen als die Kinder kamen, die das Heim besucht haben...

Mittwoch, 4. April 2012

April...Neuigkeiten...

Es gibt wieder Neuigkeiten. Im Moment sind 23 Kinder im Heim.

Drei Kinder sind aus ihrer Adoptivfamilie (wurden vor ca. einem Jahr hier aus dem Heim adoptiert) wieder zurueckgekommen. Ein Baby das 15 Tage alt ist. Ich war mit ihr beim Aids Test (sie hat Gott sei Dank keine Krankheit), ich war mit ihr heute beim Fotograf um Bilder fuer ihre Dokumente zu machen und  ich hab sie gefuettert.

Ein Kleinkind das zwei Jahre alt wird ist mit seinem acht jaehrigen Bruder hergekommen.
Ich spiele mit ihm, fuettere ihn, wechsel die Windel, ich war mit ihm heute beim Friseur und leg mich auch manchmal dazu wenn er schlafen geht.
Die drei Kinder die adoptiert wurden und wieder zurueckgekommen sind, sind schon wieder aus dem Heim gefluechtet, sie wollen alle zu ihrem aelteren Bruder der sie aber nicht aufnehmen kann bzw. darf.
Heute waren wir sie suchen und haben sei beim aelteren Bruder gefunde, doch sie sidn wieder abgehauen um nicht mit uns mitzukommen.

Ein anderer Junge neun jahre alt der aus der Favela nebenan gekommen ist, ist ganz schwierig. Er wurde vergewaltigt und ist sehr aggressiv, er schlaegt jeden und wird auch oft geschlagen die Sozialmuetter muessen ihn immer festhalten bis er sich beruhigt hat. Und sein kleiner Bruder der sechs Jahre alt ist sieht das immer und wird auch ganz nervoes.

Ich habe zu jedem Kind einen superguten Kontakt wenn sie alleine sind. Sie erzaehlen mir Dinge, die sie nicht mal der Psychologin erzaehlen.
Der Sechsjaehrige erzaehlt wie er immer von seiner Mutter abgehauen ist und von ihr mit dem Besen geschlagen wurde. Eine zwoelf jaehrige erzaehlt mir ueber ihre maennlichen Freunde und ihre Geschichten wenn sie aus dem Heim flieht. ...

Ich habe jetzt einen neuen Wochenplan aufgestellt und habe immer eine halbe Stunde Zeit fuer ein Kind.
Wir reden, spielen (PC) und oder basteln was. Jeden Tag helf ich den kleinen ( vier Kinder alle etwa acht Jahre alt) bei den Hausis. Letztens haben wir Magnete fuer ihre Magnetwand die sie bekommen haben gemacht und die Maedchen haben sich Armbaender geflochten.

Ein 14 jaehriger aus dem Heim wollte mit mir in Favela nebenan um mir seine Oma vorzustellen, doch sie war nicht daheim. Wir waren dann zusammen mit der geistig behinderten 20 jaehrigen im Theater, im Zentrum war letzte Woche `Theater Woche`, es hat beiden gut gefallen, es war ein STueck ueber das Leben von 2 Hunden so aehnlich wie die `Susi und Strolch ` Geschichte.

Ein 15 Jaehriger aus dem Heim hat mir seine Mutter und seine Schwester vorgestellt sie wohnen auch in der Naehe aber unter sehr schlechten Lebensbedingungen und sie koennten nicht fuer ihn sorgen.

Also im Moment ist viel los und mir gehts gut.
Es gab aber natuerlich auch schon eine Zeit in der es mir psychisch nicht sehr gut ging, das ist ja normal wenn man die ganze Zeit nur unter solchen Kindern lebt, Gott sei Dank hab ich Freunde auch ausserhalb und kann dann auch oft abends mal weggehen um ein bisschen Abstand vom Projekt zu haben. Da auch wenn ich allein daheim bin, ich immer noch die Streitereien hoere oder auch besuch von den Kindern bekomme, da ich genau ueber dem Heim wohne.

Liebste Gruesse! Und spendet fleissig weiter...

Dienstag, 13. März 2012

immernoch Ungewohntes... und Dinge die schon normal geworden sind...Neuigkeiten

Was fuer mich schon ganz normal geworden ist:

- sobald die Sonne weg ist, draussen sitzen, reden, Chimarrao trinken
- ungefaehr 30 Minuten oder laenger auf den Bus warten, weil er kommt wann er will
- der Bus haelt an wo man will man muss einfach ein Handzeichen geben
- jeden Tag Reis mit Bohnen essen
- eine Stunde zu Fuss in die Stadt laufen und dabei etwa an 4 verschiedenen freikirchliche Gemeinden vorbeilaufen
- an Strassenkreuzungen oder im Fluss immer wieder religioese Opferrituale sehen wie z.B. ein totes Huhn, Popcorn, Blumen,...
- Klopapier wird in den Muelleimer geworfen
- Beim Mittagessen vorm Fernseher zu essen wenns kein Platz mehr am Tisch gibt
 - jeder behandelt jeden als ob man sich schon lange kennen wuerde (ein paar Erfahrungen: -in der Post, die Beamtin laed mich zum essen ein, will meine Handynummer und E-mailAdressse   - im Krankenhaus, Nummern werden ausgetauscht ja du musst das und das kennenlernen...   -bei einem Bewerbungsgespraech von einer Freundin, wird ueber persoenliche Familiengeschichten gesprochen   - Freundin eines Freundes laed mich einfach mal so spontan zum Abendessen ein)
Diese lockere und freundliche Art wird mir warscheinlich am meisten fehlen. Es ist einfach so schoen wenn keiner im Stress ist. Ich hab gemerkt ich mach mir selber Stress weil ich mich an Uhrzeiten halten will aber dass hier gar nicht notwendig ist...


Was fuer mich immernoch ein bisschen ungewohnt bleibt sind die vielen Deutschen hier im Sueden Brasiliens.
Viele blonde, hellaeugige und sobald sie wissen ich komm aus Deutschland sprechen sie ihr komisches deutsch.

Ich war heute in der Stadt und hab mich mal wieder gewogen. Meine lieben Freunde, Familien und Spender ich habe schon 7 Kilo zugenommen und bin stolz auf mich.Ich hab jetzt mehrere Freunde hier in der Naehe bei denen ich oft zu Hause bin nach meiner Arbeitszeit im Heim. Sie sind alle aus der Gemeinde und jeder singt oder spielt Gitarre. Es tut gut einfach neue Leute kennenzulernen und nicht nur mit den Kindern aus dem Heim in Kontakt zu sein, manchmal nehm ich die Kinder auch mit zum spazieren und wir besuchen die Freunde aus der Gemeinde.
Das kleine Baby von dem ich erzaehlt hatte, wird heute adoptiert. Ein Ehepaar das vor 12 Jahren einen Jungen adoptiert hat (und deutsche Vorfahren haben und deshalb auch deutsch sprechen), sie waren gestern da um das Baby kennenzulernen. Die Kinder sind schon fleissig am Armbaender knuepfen oder flechten und wir sind auch dabei Magnete zu machen, da die Kinder eine Pinnwand fuers Zimmer bekommen haben. Eine Jugendliche aus dem Kinderheim hat Spenden aus Deutschland bekommen und hat eine neue Uhr und wird jetzt noch ein Handy bekommen. Es gibt immer wieder die Kinder die fluechten und nach ein paar Tagen zurueckkommen, sie sind alle gut mit mir befreudnet und sie erzaehlen mir meistens wo sie waren und was sie gemacht haben. Ich bin ein "Zwischending" keine Sozialarbeiterin, die nur manchmal kommt und mit ihnen spricht um Dinge zu wissen aber auch keine Kinderheimgenossin mit der sie 24 h Stunden zusammen wohnen. Also bin ich eine gute Freundin die oft da ist, die zum zuhoeren und helfen bereit ist. Manche Kinder nennen mich sogar Mama. So jetzt geh ich mal langsam hoch ins Heim und schau mal ob die Jugendlichen Hausis haben.... :) Viele liebe Gruesse!!! Eure Luciana

Dienstag, 6. März 2012

...schon Maerz?? d.h. ich bin schon 6 Monate hier... :)

...so jetzt erzaehl ich noch ein bisschen wie mein Alltag im Moment so ablaeuft. Ich steh morgens auf, gehe runter ins Heim, fruehstuecke, gehe die Waesche aufhaengen, helfe in der Kueche mit, ess zu Mittag mit den Kindern wenn sie heim kommen (von der Schule bzw. Projekt (da gehen die hin um zu spielen)) nach dem Mittagessen, helf ich beim aufraeumen in der Kueche mit dann geh ich mich ausruhen und bereite meine Hausaufgabenbetreuung vor. Wenn die Kinder dann Nachmittags kommen (die, die morgens beim Projekt waren, gehen mittags zur Schule und umgekehrt) essen wir den Lunch (manchmal Kuchen, Kekse, Popcorn, Fruechte, Pizza immer unterschiedlich ) und dann werden die Hausis mit mir gemacht...
Ich fang jetzt bald auch an mit den Kindern Armbaender zu knuepfen :)
Abends bin ich dann Freunde besuchen oder bin bei mir zu Hause und kuemmer mich um meine Wohnung.

So Neuigkeiten aus dem Heim gibts auch ein paar, also ein 17 jaehriges Maedchen ist schwanger, es ist ein kleiner Saeugling am 16ten Februar ins Heim gekommen (hab ich glaub ich schon erzaehlt bei meinem letzten Eintrag, sie ist aber sooo suess), dann sind noch zwei Jungs dazu gekommen (10 und 6 Jahre alt)...

Ja mir gehts gut soweit, hatte in der letzten Zeit etwas Heimweh und mir gings nicht so gut, aber Gott sei Dank hab ich nette Leute hier die mir geholfen haben und die Kinder die einfach meine Familie zur Zeit sind...
Auch wenns manchmal stressig ist ich lern in diesem Jahr damit umzugehn, ohne Mama bei mir zu haben.
Mich um meine Sachen daheim zu kuemmern (Wohnung aufraeumen, putzen, waesche waschen, aufhaengen, Kleinigkeiten einkaufen) aber auch verantwortlich sein und mit den Kindern im Heim zu arbeiten (Hausis helfen, mit Kindern sprechen, spielen, Streit vermeiden)

Ich bedanke mich und bitte euch weiterhin fleissig zu spenden!!!
Viele liebe Gruesse aus dem immernoch heissen Lajeado (heute stand ich um 10 uhr an der bushaltestelle und es war schon 33 grad heiss :)

Donnerstag, 16. Februar 2012

Nach meinem Zwischenseminar

Hallo ihr Lieben Freunde und Spender!

Ich bin gestern aus meinem Zwischenseminar gekommen. Mein Hinflug war stressig. Ich bin um 3Uhr am sechsten Februar abgeholt worden und wurde zum Flughafen gefahren. Mein Flug war dann um 5:52Uhr und ich bin erstmal nach Sao Paulo geflogen. In Sao Paulo angekommen musste ich erstmal den Flughafen wechseln und dann ging es auch schon weiter um ca.11Uhr. Ich musste also in Sao Paulo mein Koffer vom Band holen, mit ihm zum anderen Flughafen fahren, wieder abgeben um dann ins Flugzeug zu steigen, das mich bis Salvador gebracht hat. In Salvador angekommen wurde ich schon erwartet. Eine Freundin meines brasilianischen Onkels hat mich abgeholt. Das war schoen, ich konnte mit ihr ein bisschen die Stadt kennenlernen, mit ihr Essen und habe dann auch eine Nacht bei ihr geschlafen. Da das Seminar erst ein Tag spaeter begonnen hat, war es moeglich ein Tag noch mit ihr zu verbringen. Das Seminar war supergut, der Ort war schoen, die Seminarleiterin war toll und auch die anderen Freiwilligen waren alle supernett. Es war schoen neue Leute kennenzulernen, die etwa das gleiche machen wie ich.
Es war interessant zu hoeren was die anderen Freiwilligen so machen, wie es ihnen im Projekt geht, was gut laeuft und was schlecht laeuft. Es gab jeden Tag mehrere Themen die wir in Gruppen, Einzelarbeit oder im Plenum besprochen haben. Themen wie : 'Probleme im Projekt bzw. mit den Kindern und wie bewaeltige ich sie'  'Projektvorstellungen und Austausch ueber unsere Arbeit in Brasilien'  'Gewalt und Kriminalitaet und haben wir Erfahrung damit gemacht?' 'Beziehungen in Brasilien, haben wir schon Kontakt ausserhalb unserer Arbeitsstelle' und natuerlich auch einen Tag als wir den Ausflug hatten.Wir waren in Salvador als gerade der Polizeistreik war, dadurch war es sehr gefaehrlich fuer uns allein unterwegs zu sein. Wir waren als Gruppe dann in der Stadt nur im Touristenviertel das einigermassen sicher war. Wir haben uns in der Gruppe alle gut verstanden und es war fuer alle nuetzlich Ideen auszutauschen. Was kann man mit den Kindern sinnvolles machen? Was haben wir erlebt? Der Abstand zu meinem Projekt hat mir auch mal gut getan. Ich hab gemerkt, dass es echt stressig ist mit den Kindern, da ich direkt ueber dem Kinderheim wohne sind die Kinder auch immer da und wollen immer Beschaeftigung. Es hat mir gut getan am Strand zu sein. Ich muss raus werde aber morgen weiter schreiben...

Donnerstag, 26. Januar 2012

Bald ein halbes Jahr hier...

Noch eine Woche dann bin ich schon ein halbes Jahr hier in Brasilien. Die Zeit vergeht superschnell wenn es einem gut gefaellt. Heute ist noch ein neues Maedchen ins Kinderheim gekommen. Sie ist 13 Jahre alt und es gab sehr viel Streit zu Hause mit ihrer Mutter, also hat sie ihre Mutter hergebracht und sie freut sich. Sie hat zu  mir gesagt dass es schoen ist neue Leute kennenzulernen. Ein anderes Maedchen aus dem Heim, sie ist 17 wird bald 18 und muss dann ausziehen. Sie ist gerade dabei eine neue Arbeitsstelle zu suchen und ich gehe oft mit ihr in die Stadt um Bewerbungen zu verteilen. Ein anderes Maedchen hatte letzten ihren 15ten Geburtstag (wird sehr gross in Brasilien gefeiert) und es war eien wunderschoene Feier. Ihre Mutter wird im Maerz ihre Kinder aus dem Heim mitnehmen duerfen, da sie wieder fuer ihre Kinder sorgen kann. Sie hatte Drogenprobleme, die sie Gott sei Dank ueberwunden hat. Den Kindern geht es allen eigentlich sehr gut. Alle haben neue Kleiderschraenke und Schreibtische bekommen. Ein Maedchen das Aids hat (als kleines Kind vergewaltigt), hat gestern erfahren, dass ihr Onkel gestorben ist. Sie hatte schon keine Eltern mehr, jetzt auch noch einen Onkel verloren, ihr Bruder ist im Gefaengnis. Ich bin oft mit ihr um zu reden und ihr zu helfen wenn ich kann. Sie ist immer etwas froehlicher nachdem wir etwas zusammen machen. Das freut mich dann auch immer...   Freitags gehen wir immer zum Park in der Stadt dort sitzen wir zusammen reden, spielen,... Solange Ferien sind ist mein Tagesplan: Aufwachen in der Kueche helfen, 12 Uhr Mittagessen (manchmal kurz davor Kinder wecken), in der Kueche helfen, Waesche aufhaengen, ausruhen, Spieleraum oeffnen, den ganzen Nachmittag oder am PC, oder Playstation oder etwas anderes mit den Kindern spielen, manchmal nehm ich ein zwei Kinder mit ins Zentrum zum spazieren oder ich gehe Arbeit suchen mit den Jugendlichen... Abends hab ich dann frei, bin entweder mit Freunden weg, bin im Kinderheim oder aehnliches... Ich hab mich schon so drangewoehnt und will gar nicht an mein Rueckflug denken... Aber ich weiss es wird ein Jahr sein, das ich nie in meinem Leben vergessen werde. Ich mache so viele neue Erfahrungen. Gute und schlechte aber unvergesslich werden sie immer sein. Liebe Gruesse und ein grosses Dankeschoen an die, die weiterhin spenden und mich unterstuetzen!!!!

Freitag, 6. Januar 2012

Die Kinder haben Ferien

So 2012 hat begonnen, die ganzen Feste sind jetzt vorbei, die Kinder haben alle ganz viele Geschenke bekommen... Von Firmen, von Freunden, von Paten, von der Familie....
Es hat sich auch ein bisschen im Kinderheim veraendert. Es gab eine Zeit lang eine kleine Baustelle hier auf dem Hof beim Kinderheim. Jetzt gibt es eine neue Treppe die zum Buero fuehrt und mehr Platz damit die Kinder spielen koennen... Auch im Heim wird sich einiges aendern, es wird renoviert, gestrichen, neue Kleiderschraenke,.... Die Kinder schlafen in den Ferien bis spaet...und nachmittags also nach dem Mittagessen um 12Uhr, ruhen wir uns immer ein bisschen aus (vom guten Essen) und ab 14 Uhr oeffne ich den Spieleraum fuer die Kleinen (8  bis 11 Jahre)... Dort toben sie, benutzen den Pc oder spielen mit den Spielsachen die es dort gibt. Nach einer Stunde schick ich die Kleinen runter und die Grossen (13 bis 17 jahre) kommen hoch in den Spieleraum (ueber dem Kinderheim)... Einmal in der Woche gehen wir in den Park im Zentrum.

Die Kinder haben mir letztens alle Fruechte gezeigt die es um das Kinderheim herum gibt...
Feigen, Pfirsich, Guave, Papaya, Feige,.... Ich habe 3 Feigen gegessen (richtig lecker so frisch vom Baum gepflueckte Feigen) und Anga (kannt ich vorher auch noch nicht, schmeckt gut suesslich, sieht aus wie eine Stange gruene Bohnen)... Ja und sonst es ist immernoch sehr heiss hier und mir gehts gut.

Liebe Gruesseeee