Heute bin ich bei einer Freundin die für ein Semester in Deutschland studieren wird.
Sie studiert hier Portugiesisch, Literatur und Englisch und wird in Tübingen Deutsch und Englisch studieren.
Gestern ist etwas passiert dass ich noch nie erlebt habe un deuch erzählen möchte.
Ein 13 jähriger Junge aus dem Kinderheim ist während der Besprechung der Mitarbeiter in das Büro gegangen und hat ein Laptop und eine Playstation2 geklaut...
Ich sollte den Rucksack mit den geklauten Sachen finden, da ich die Verstecke der Kinder im Gebüsch kenne... Als ich am Suchen war habe ich den Jungen gefunden, der mit nassen Klamotten rumlief und gesagt hat dass er ein Feuerzeug versteckt hat... Also bin ich ohne es bemerkbar zu machen zuerst zu den Mandarinen und Zitronenbäumen gelaufen, damit er nicht denkt dass ich ihn spioniert habe und dann schnell zur Direktorin und hab ihr erzählt dass ich ihn getroffen habe.
Sie hat die Polizei gerufen und als sie kamen kannten sie ihn schon...
Ach der schon wieder, der hat letztes mal die Waffe von seinem Bruder geklaut...
Dieses Wochenende konnte ich mich mit meiner Freundin treffen, weil die meisten Kinder aus dem Heim, bei Freunden sind. Einer ist bei seiner Oma, die andere bei Freunden, andere bei Tanten,...
Liebe Grüße und bis bald!
Samstag, 23. Juni 2012
Donnerstag, 14. Juni 2012
nur noch ein paar Monate...
Schon Mitte Juni, ich hatte im Mai meine Ferien in denen ich mich gut entspannen konnte, habe 30 Tage bei meiner Tante in Rio de Janeiro verbracht, habe Familie und Freunde besucht und mich ausgeruht und entspannt von dem Kinderstress im Kinderheim... Das hat mir so gut getan einfach eine laengere Zeit weg vom Projekt zu sein. Jetzt bin ich schon wieder 2 Wochen im Kinderheim und gewoehne mich so allmaehlich wieder an den stressigen Alltag... Heute war ich um 6Uhr schon wach, da ich mit einem Jugendlichen zur Blutabnahme musste, Urintests abegeben musste, den 2 jaehrigen zur Impfung bringen musste um ihn dann in den Kindergarten zu bringen... Dann habe ich der 9jaehrigen bei den Hausis geholfen und ein bisschen mit zwei Jungs `Finde die 10 Fehler` gespielt... Jetzt sitz ich hier im Buero beantworte meine 15 Mails und schreibe euch, die ihr mein Blog regelmaessig lest, damit ihr auch bescheid wisst... Also mir gehts gut, den Kindern gehts gut, Neuigkeiten sind:
-Die 17 jaehrige wohtn nicht mehr im Kinderhiem ist schon im 6ten Monat schwanger und hat mich zum `Chá de bébé` eingeladen (Babyfeier um Geschenke zu bekommen :)
-Naechste Woche geht ein 17 jaehriger zurueck zu seiner Mutter, sein 18 jaehriger Bruder wird noch dieses :Jahr heiraten, er war auch sehr lange im Kinderheim und zieht bald zu seiner zukuenftigen Frau.
-Im Juli gehen die 3 Maedchen zureuck zur Mutter (die schon 12 jahre auf ihre Kinder wartet und weg von den Drogen gekommen ist)
-Das Baby wir wahrscheinlich heute adoptiert (ist jetzt schon 3 monate alt)
-Das Kleinkind geht wahrscheinlich wieder zurueck zu seiner Mama mit seinem 8 jaehrigen Bruder,
der oft von den Kindern im Heim geschlagen wird.
Ja was ist sonst noch so passiert?
Ich war etwa mit 10 Kindern bei der Grippeimpfung, ich musste gestern Eisbeutel machen und mich um eine Beule an einem 9 jaehrigen Jungen kuemmern, da die Erzieherinnen bei der Psychologin waren und ein Junge mit einer Tasse einen anderen an den Kopf gehauen hat...
Ich hab mich um das 3 monate alte Baby gekuemmert, die Windel gewechselt, Flaeschchen gemacht und
fruehstueck fuer den 2 jaehrigen Sohn der Erzieherin gemacht...
Es ist letzte Woche richitg kalt gewesen, ich musste sogar meine Winterjacke auspacken,
diese Woche ist es Gott sei Dank wieder waermer, ich konnte mit flipflops rumlaufen :)
Jetzt geh ich Mittagessen... Bis bald
Liebe Gruesse aus Brasilieeeeen
-Die 17 jaehrige wohtn nicht mehr im Kinderhiem ist schon im 6ten Monat schwanger und hat mich zum `Chá de bébé` eingeladen (Babyfeier um Geschenke zu bekommen :)
-Naechste Woche geht ein 17 jaehriger zurueck zu seiner Mutter, sein 18 jaehriger Bruder wird noch dieses :Jahr heiraten, er war auch sehr lange im Kinderheim und zieht bald zu seiner zukuenftigen Frau.
-Im Juli gehen die 3 Maedchen zureuck zur Mutter (die schon 12 jahre auf ihre Kinder wartet und weg von den Drogen gekommen ist)
-Das Baby wir wahrscheinlich heute adoptiert (ist jetzt schon 3 monate alt)
-Das Kleinkind geht wahrscheinlich wieder zurueck zu seiner Mama mit seinem 8 jaehrigen Bruder,
der oft von den Kindern im Heim geschlagen wird.
Ja was ist sonst noch so passiert?
Ich war etwa mit 10 Kindern bei der Grippeimpfung, ich musste gestern Eisbeutel machen und mich um eine Beule an einem 9 jaehrigen Jungen kuemmern, da die Erzieherinnen bei der Psychologin waren und ein Junge mit einer Tasse einen anderen an den Kopf gehauen hat...
Ich hab mich um das 3 monate alte Baby gekuemmert, die Windel gewechselt, Flaeschchen gemacht und
fruehstueck fuer den 2 jaehrigen Sohn der Erzieherin gemacht...
Es ist letzte Woche richitg kalt gewesen, ich musste sogar meine Winterjacke auspacken,
diese Woche ist es Gott sei Dank wieder waermer, ich konnte mit flipflops rumlaufen :)
Jetzt geh ich Mittagessen... Bis bald
Liebe Gruesse aus Brasilieeeeen
Donnerstag, 24. Mai 2012
Freitag, 4. Mai 2012
weltwärts
http://www.weltwaerts.de/ueber_weltwaerts/idee_hintergrund.html
http://www.weltwaerts-foyer-fn.de/wff/index.php/weltwaerts-unterstuetzen.59.html
Wer sich gefragt hat wie ich es geschafft habe mein Freiwilligendienst zu finanzieren...
und die mir spenden wollen... Sehr gerne! :)
http://www.weltwaerts-foyer-fn.de/wff/index.php/weltwaerts-unterstuetzen.59.html
Wer sich gefragt hat wie ich es geschafft habe mein Freiwilligendienst zu finanzieren...
und die mir spenden wollen... Sehr gerne! :)
Sonntag, 29. April 2012
Was ich diesen Monat so alles gemacht habe...
Ich durfte mal wieder mit ein paar Kindern zum Friseur,
ich habe letzte Woche drei Kinder zum Gesundheitsposten gebracht um Bluttests zu machen,
ich habe einen Spielenachmittag geplant, vorbereitet und mitgeholfen als die Kinder kamen, die das Heim besucht haben...
Ich durfte mal wieder mit ein paar Kindern zum Friseur,
ich habe letzte Woche drei Kinder zum Gesundheitsposten gebracht um Bluttests zu machen,
ich habe einen Spielenachmittag geplant, vorbereitet und mitgeholfen als die Kinder kamen, die das Heim besucht haben...
Mittwoch, 4. April 2012
April...Neuigkeiten...
Es gibt wieder Neuigkeiten. Im Moment sind 23 Kinder im Heim.
Drei Kinder sind aus ihrer Adoptivfamilie (wurden vor ca. einem Jahr hier aus dem Heim adoptiert) wieder zurueckgekommen. Ein Baby das 15 Tage alt ist. Ich war mit ihr beim Aids Test (sie hat Gott sei Dank keine Krankheit), ich war mit ihr heute beim Fotograf um Bilder fuer ihre Dokumente zu machen und ich hab sie gefuettert.
Ein Kleinkind das zwei Jahre alt wird ist mit seinem acht jaehrigen Bruder hergekommen.
Ich spiele mit ihm, fuettere ihn, wechsel die Windel, ich war mit ihm heute beim Friseur und leg mich auch manchmal dazu wenn er schlafen geht.
Die drei Kinder die adoptiert wurden und wieder zurueckgekommen sind, sind schon wieder aus dem Heim gefluechtet, sie wollen alle zu ihrem aelteren Bruder der sie aber nicht aufnehmen kann bzw. darf.
Heute waren wir sie suchen und haben sei beim aelteren Bruder gefunde, doch sie sidn wieder abgehauen um nicht mit uns mitzukommen.
Ein anderer Junge neun jahre alt der aus der Favela nebenan gekommen ist, ist ganz schwierig. Er wurde vergewaltigt und ist sehr aggressiv, er schlaegt jeden und wird auch oft geschlagen die Sozialmuetter muessen ihn immer festhalten bis er sich beruhigt hat. Und sein kleiner Bruder der sechs Jahre alt ist sieht das immer und wird auch ganz nervoes.
Ich habe zu jedem Kind einen superguten Kontakt wenn sie alleine sind. Sie erzaehlen mir Dinge, die sie nicht mal der Psychologin erzaehlen.
Der Sechsjaehrige erzaehlt wie er immer von seiner Mutter abgehauen ist und von ihr mit dem Besen geschlagen wurde. Eine zwoelf jaehrige erzaehlt mir ueber ihre maennlichen Freunde und ihre Geschichten wenn sie aus dem Heim flieht. ...
Ich habe jetzt einen neuen Wochenplan aufgestellt und habe immer eine halbe Stunde Zeit fuer ein Kind.
Wir reden, spielen (PC) und oder basteln was. Jeden Tag helf ich den kleinen ( vier Kinder alle etwa acht Jahre alt) bei den Hausis. Letztens haben wir Magnete fuer ihre Magnetwand die sie bekommen haben gemacht und die Maedchen haben sich Armbaender geflochten.
Ein 14 jaehriger aus dem Heim wollte mit mir in Favela nebenan um mir seine Oma vorzustellen, doch sie war nicht daheim. Wir waren dann zusammen mit der geistig behinderten 20 jaehrigen im Theater, im Zentrum war letzte Woche `Theater Woche`, es hat beiden gut gefallen, es war ein STueck ueber das Leben von 2 Hunden so aehnlich wie die `Susi und Strolch ` Geschichte.
Ein 15 Jaehriger aus dem Heim hat mir seine Mutter und seine Schwester vorgestellt sie wohnen auch in der Naehe aber unter sehr schlechten Lebensbedingungen und sie koennten nicht fuer ihn sorgen.
Also im Moment ist viel los und mir gehts gut.
Es gab aber natuerlich auch schon eine Zeit in der es mir psychisch nicht sehr gut ging, das ist ja normal wenn man die ganze Zeit nur unter solchen Kindern lebt, Gott sei Dank hab ich Freunde auch ausserhalb und kann dann auch oft abends mal weggehen um ein bisschen Abstand vom Projekt zu haben. Da auch wenn ich allein daheim bin, ich immer noch die Streitereien hoere oder auch besuch von den Kindern bekomme, da ich genau ueber dem Heim wohne.
Liebste Gruesse! Und spendet fleissig weiter...
Drei Kinder sind aus ihrer Adoptivfamilie (wurden vor ca. einem Jahr hier aus dem Heim adoptiert) wieder zurueckgekommen. Ein Baby das 15 Tage alt ist. Ich war mit ihr beim Aids Test (sie hat Gott sei Dank keine Krankheit), ich war mit ihr heute beim Fotograf um Bilder fuer ihre Dokumente zu machen und ich hab sie gefuettert.
Ein Kleinkind das zwei Jahre alt wird ist mit seinem acht jaehrigen Bruder hergekommen.
Ich spiele mit ihm, fuettere ihn, wechsel die Windel, ich war mit ihm heute beim Friseur und leg mich auch manchmal dazu wenn er schlafen geht.
Die drei Kinder die adoptiert wurden und wieder zurueckgekommen sind, sind schon wieder aus dem Heim gefluechtet, sie wollen alle zu ihrem aelteren Bruder der sie aber nicht aufnehmen kann bzw. darf.
Heute waren wir sie suchen und haben sei beim aelteren Bruder gefunde, doch sie sidn wieder abgehauen um nicht mit uns mitzukommen.
Ein anderer Junge neun jahre alt der aus der Favela nebenan gekommen ist, ist ganz schwierig. Er wurde vergewaltigt und ist sehr aggressiv, er schlaegt jeden und wird auch oft geschlagen die Sozialmuetter muessen ihn immer festhalten bis er sich beruhigt hat. Und sein kleiner Bruder der sechs Jahre alt ist sieht das immer und wird auch ganz nervoes.
Ich habe zu jedem Kind einen superguten Kontakt wenn sie alleine sind. Sie erzaehlen mir Dinge, die sie nicht mal der Psychologin erzaehlen.
Der Sechsjaehrige erzaehlt wie er immer von seiner Mutter abgehauen ist und von ihr mit dem Besen geschlagen wurde. Eine zwoelf jaehrige erzaehlt mir ueber ihre maennlichen Freunde und ihre Geschichten wenn sie aus dem Heim flieht. ...
Ich habe jetzt einen neuen Wochenplan aufgestellt und habe immer eine halbe Stunde Zeit fuer ein Kind.
Wir reden, spielen (PC) und oder basteln was. Jeden Tag helf ich den kleinen ( vier Kinder alle etwa acht Jahre alt) bei den Hausis. Letztens haben wir Magnete fuer ihre Magnetwand die sie bekommen haben gemacht und die Maedchen haben sich Armbaender geflochten.
Ein 14 jaehriger aus dem Heim wollte mit mir in Favela nebenan um mir seine Oma vorzustellen, doch sie war nicht daheim. Wir waren dann zusammen mit der geistig behinderten 20 jaehrigen im Theater, im Zentrum war letzte Woche `Theater Woche`, es hat beiden gut gefallen, es war ein STueck ueber das Leben von 2 Hunden so aehnlich wie die `Susi und Strolch ` Geschichte.
Ein 15 Jaehriger aus dem Heim hat mir seine Mutter und seine Schwester vorgestellt sie wohnen auch in der Naehe aber unter sehr schlechten Lebensbedingungen und sie koennten nicht fuer ihn sorgen.
Also im Moment ist viel los und mir gehts gut.
Es gab aber natuerlich auch schon eine Zeit in der es mir psychisch nicht sehr gut ging, das ist ja normal wenn man die ganze Zeit nur unter solchen Kindern lebt, Gott sei Dank hab ich Freunde auch ausserhalb und kann dann auch oft abends mal weggehen um ein bisschen Abstand vom Projekt zu haben. Da auch wenn ich allein daheim bin, ich immer noch die Streitereien hoere oder auch besuch von den Kindern bekomme, da ich genau ueber dem Heim wohne.
Liebste Gruesse! Und spendet fleissig weiter...
Dienstag, 13. März 2012
immernoch Ungewohntes... und Dinge die schon normal geworden sind...Neuigkeiten
Was fuer mich schon ganz normal geworden ist:
- sobald die Sonne weg ist, draussen sitzen, reden, Chimarrao trinken
- ungefaehr 30 Minuten oder laenger auf den Bus warten, weil er kommt wann er will
- der Bus haelt an wo man will man muss einfach ein Handzeichen geben
- jeden Tag Reis mit Bohnen essen
- eine Stunde zu Fuss in die Stadt laufen und dabei etwa an 4 verschiedenen freikirchliche Gemeinden vorbeilaufen
- an Strassenkreuzungen oder im Fluss immer wieder religioese Opferrituale sehen wie z.B. ein totes Huhn, Popcorn, Blumen,...
- Klopapier wird in den Muelleimer geworfen
- Beim Mittagessen vorm Fernseher zu essen wenns kein Platz mehr am Tisch gibt
- jeder behandelt jeden als ob man sich schon lange kennen wuerde (ein paar Erfahrungen: -in der Post, die Beamtin laed mich zum essen ein, will meine Handynummer und E-mailAdressse - im Krankenhaus, Nummern werden ausgetauscht ja du musst das und das kennenlernen... -bei einem Bewerbungsgespraech von einer Freundin, wird ueber persoenliche Familiengeschichten gesprochen - Freundin eines Freundes laed mich einfach mal so spontan zum Abendessen ein)
Diese lockere und freundliche Art wird mir warscheinlich am meisten fehlen. Es ist einfach so schoen wenn keiner im Stress ist. Ich hab gemerkt ich mach mir selber Stress weil ich mich an Uhrzeiten halten will aber dass hier gar nicht notwendig ist...
Was fuer mich immernoch ein bisschen ungewohnt bleibt sind die vielen Deutschen hier im Sueden Brasiliens.
Viele blonde, hellaeugige und sobald sie wissen ich komm aus Deutschland sprechen sie ihr komisches deutsch.
Ich war heute in der Stadt und hab mich mal wieder gewogen. Meine lieben Freunde, Familien und Spender ich habe schon 7 Kilo zugenommen und bin stolz auf mich.Ich hab jetzt mehrere Freunde hier in der Naehe bei denen ich oft zu Hause bin nach meiner Arbeitszeit im Heim. Sie sind alle aus der Gemeinde und jeder singt oder spielt Gitarre. Es tut gut einfach neue Leute kennenzulernen und nicht nur mit den Kindern aus dem Heim in Kontakt zu sein, manchmal nehm ich die Kinder auch mit zum spazieren und wir besuchen die Freunde aus der Gemeinde.
Das kleine Baby von dem ich erzaehlt hatte, wird heute adoptiert. Ein Ehepaar das vor 12 Jahren einen Jungen adoptiert hat (und deutsche Vorfahren haben und deshalb auch deutsch sprechen), sie waren gestern da um das Baby kennenzulernen. Die Kinder sind schon fleissig am Armbaender knuepfen oder flechten und wir sind auch dabei Magnete zu machen, da die Kinder eine Pinnwand fuers Zimmer bekommen haben. Eine Jugendliche aus dem Kinderheim hat Spenden aus Deutschland bekommen und hat eine neue Uhr und wird jetzt noch ein Handy bekommen. Es gibt immer wieder die Kinder die fluechten und nach ein paar Tagen zurueckkommen, sie sind alle gut mit mir befreudnet und sie erzaehlen mir meistens wo sie waren und was sie gemacht haben. Ich bin ein "Zwischending" keine Sozialarbeiterin, die nur manchmal kommt und mit ihnen spricht um Dinge zu wissen aber auch keine Kinderheimgenossin mit der sie 24 h Stunden zusammen wohnen. Also bin ich eine gute Freundin die oft da ist, die zum zuhoeren und helfen bereit ist. Manche Kinder nennen mich sogar Mama. So jetzt geh ich mal langsam hoch ins Heim und schau mal ob die Jugendlichen Hausis haben.... :) Viele liebe Gruesse!!! Eure Luciana
- sobald die Sonne weg ist, draussen sitzen, reden, Chimarrao trinken
- ungefaehr 30 Minuten oder laenger auf den Bus warten, weil er kommt wann er will
- der Bus haelt an wo man will man muss einfach ein Handzeichen geben
- jeden Tag Reis mit Bohnen essen
- eine Stunde zu Fuss in die Stadt laufen und dabei etwa an 4 verschiedenen freikirchliche Gemeinden vorbeilaufen
- an Strassenkreuzungen oder im Fluss immer wieder religioese Opferrituale sehen wie z.B. ein totes Huhn, Popcorn, Blumen,...
- Klopapier wird in den Muelleimer geworfen
- Beim Mittagessen vorm Fernseher zu essen wenns kein Platz mehr am Tisch gibt
- jeder behandelt jeden als ob man sich schon lange kennen wuerde (ein paar Erfahrungen: -in der Post, die Beamtin laed mich zum essen ein, will meine Handynummer und E-mailAdressse - im Krankenhaus, Nummern werden ausgetauscht ja du musst das und das kennenlernen... -bei einem Bewerbungsgespraech von einer Freundin, wird ueber persoenliche Familiengeschichten gesprochen - Freundin eines Freundes laed mich einfach mal so spontan zum Abendessen ein)
Diese lockere und freundliche Art wird mir warscheinlich am meisten fehlen. Es ist einfach so schoen wenn keiner im Stress ist. Ich hab gemerkt ich mach mir selber Stress weil ich mich an Uhrzeiten halten will aber dass hier gar nicht notwendig ist...
Was fuer mich immernoch ein bisschen ungewohnt bleibt sind die vielen Deutschen hier im Sueden Brasiliens.
Viele blonde, hellaeugige und sobald sie wissen ich komm aus Deutschland sprechen sie ihr komisches deutsch.
Ich war heute in der Stadt und hab mich mal wieder gewogen. Meine lieben Freunde, Familien und Spender ich habe schon 7 Kilo zugenommen und bin stolz auf mich.Ich hab jetzt mehrere Freunde hier in der Naehe bei denen ich oft zu Hause bin nach meiner Arbeitszeit im Heim. Sie sind alle aus der Gemeinde und jeder singt oder spielt Gitarre. Es tut gut einfach neue Leute kennenzulernen und nicht nur mit den Kindern aus dem Heim in Kontakt zu sein, manchmal nehm ich die Kinder auch mit zum spazieren und wir besuchen die Freunde aus der Gemeinde.
Das kleine Baby von dem ich erzaehlt hatte, wird heute adoptiert. Ein Ehepaar das vor 12 Jahren einen Jungen adoptiert hat (und deutsche Vorfahren haben und deshalb auch deutsch sprechen), sie waren gestern da um das Baby kennenzulernen. Die Kinder sind schon fleissig am Armbaender knuepfen oder flechten und wir sind auch dabei Magnete zu machen, da die Kinder eine Pinnwand fuers Zimmer bekommen haben. Eine Jugendliche aus dem Kinderheim hat Spenden aus Deutschland bekommen und hat eine neue Uhr und wird jetzt noch ein Handy bekommen. Es gibt immer wieder die Kinder die fluechten und nach ein paar Tagen zurueckkommen, sie sind alle gut mit mir befreudnet und sie erzaehlen mir meistens wo sie waren und was sie gemacht haben. Ich bin ein "Zwischending" keine Sozialarbeiterin, die nur manchmal kommt und mit ihnen spricht um Dinge zu wissen aber auch keine Kinderheimgenossin mit der sie 24 h Stunden zusammen wohnen. Also bin ich eine gute Freundin die oft da ist, die zum zuhoeren und helfen bereit ist. Manche Kinder nennen mich sogar Mama. So jetzt geh ich mal langsam hoch ins Heim und schau mal ob die Jugendlichen Hausis haben.... :) Viele liebe Gruesse!!! Eure Luciana
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